Hofklamm – Historischer Flurname in Maihälden
Die Hofklamm verweist auf eine kleine Schlucht mit Wasserlauf, die das Gelände von Maihälden prägte und später Namensgeber für Flur und Wohngebiet wurde.
Inhaltsverzeichnis
Beschreibung
Die Hofklamm verweist auf eine kleine Schlucht mit Wasserlauf, die das Gelände von Maihälden prägte und später Namensgeber für Flur und Wohngebiet wurde.
Historische Informationen
Erste Erwähnung
Die erste Erwähnung der Hofklamm erfolgte im 17. Jahrhundert. Die Flurbezeichnung verweist auf eine kleine Schlucht mit Wasserlauf, die das Gelände von Maihälden prägte.
Historische Erwähnungen
Die Hofklamm wurde 1633 erstmals als 'Hofglam' erwähnt. Im Jahr 1680 wurde sie als 'Hofklammenäcker' belegt.
Deutungszugänge
Der Begriff "Klamm" bezeichnet eine kleine Schlucht oder Vertiefung im Gelände. Wahrscheinlich verlief hier ein Entwässerungsgraben oder kleiner Bach. Der Flurname zeigt eine typische Flurnamenbildung durch Kombination mit "Hof", was auf einen Bezug zu einem nahegelegenen Hof hinweist.
Sonstiges
Historische Karten zeigen blaue Linien, die wohl Wasserläufe oder Gräben markieren. Im 20. Jahrhundert wurde das Gebiet schrittweise bebaut, unter anderem mit dem Fahrländer-Komplex. Heute lebt der Flurname im Straßennamen Hofklammweg fort.
Historische Karte
Diese historische Karte von 1898 zeigt die Hofklamm in ihrer ursprünglichen Lage. Die Karte ist mittig auf die Koordinaten der Hofklamm ausgerichtet.
Hofklamm in den 1950er Jahren
Diese historische Aufnahme aus den 1950er Jahren zeigt die Hofklamm in Maihälden. Links in der Mitte ist der ehemalige Chemiebetrieb Fahrländer zu erkennen, der über Jahrzehnte die industrielle Entwicklung der Region prägte. Die Aufnahme dokumentiert die Landschaft vor der späteren Bebauung und zeigt die ursprüngliche Topografie der Hofklamm.
Nicht verwirklichter Weg in Maihälden
Es handelt sich um die nördliche Verlängerung des Henri-Arnaud-Wegs; der Wegabschnitt nördlich der Henhöferstraße wurde jedoch nicht mehr verwirklicht. Hier war früher ein Weg geplant bis zur Blumhardtstraße, wurde aber seitens der Stadt verworfen aus Budgetgründen. Stattdessen ist bis heute eine Schneise in der Landschaft erhalten – teilweise verwildert, teilweise wie auf dem Bild gepflegt als Wiese.
Auf dem unbebauten Grundstück war der genannte Weg geplant. Bildansicht Richtung Süden, blickend von der Jochen-Klepper-Straße.
Baulücke nördlich an der Ecke Bodelschwinghstraße / Henhöferstraße
Das abgebildete Grundstück nördlich an der Ecke Bodelschwinghstraße und Henhöferstraße ist ein mögliches Beispiel für ein sogenanntes Enkelgrundstück: ein bisher ungenutztes oder nur locker bebautes Grundstück innerhalb des bestehenden Siedlungsgebiets. Solche Flächen eignen sich für eine Nachverdichtung im Stadtteil – also für behutsame Ergänzungsbebauung, ohne die gewachsene Struktur von Maihälden zu zerstören.
Quellenverzeichnis
- 1. Ehmann, K. (1980). Die Geschichte des Dorfes Brötzingen. Pforzheim: Stadt Pforzheim. ISBN-10: 3878160593, ISBN-13: 978-3878160595.