Pforzheim: Bombenentschärfung Oststadtpark – erfolgreich am 17. Mai 2026
1,8-Tonnen-Luftmine im Oststadtpark Pforzheim: erfolgreiche Entschärfung am 17. Mai 2026, großflächige Evakuierung mit bis zu 30.000 Betroffenen, Notunterkünfte, Einsatzbericht sowie Bürgerinfos und amtliche Quellen.
Inhaltsverzeichnis
Stand: 17. Mai 2026, Nachmittag
Entschärfung erfolgreich abgeschlossen
Die drei Zünder der rund 1,8 Tonnen schweren Weltkriegsbombe im Oststadtpark wurden am Sonntagnachmittag unschädlich gemacht. Zehntausende Menschen konnten danach in ihre Wohnungen zurückkehren. Ausführlicher Bericht im Abschnitt Bericht vom Entschärfungstag .
Hintergrund und Fundort
Fund und Lage
Bei Bauarbeiten im Quartierspark in der Pforzheimer Oststadt (auch als Oststadtpark bekannt; Gelände des früheren Alten Friedhofs bzw. der ehemaligen Stadtgärtnerei) wurde am Mittwoch, 13. Mai 2026, eine schwere Blindgänger-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der Fundort liegt an der Ecke Dammstraße/Stückelhäldenstraße.
Geographisch liegt der Bereich im Stadtteil Oststadt der Stadt Pforzheim in Baden-Württemberg (Postleitzahl 75175), östlich der Innenstadt.
Munition und Termin
Nach Angaben der Stadt handelt es sich um eine Weltkriegsbombe mit einem Gesamtgewicht von rund 1.800 Kilogramm und einer Nettoexplosivstoffmasse (NEM) von etwa 1.350 Kilogramm. In der Einordnung für Laien wird solche Abwurfmunition bisweilen auch als Fliegerbombe bzw. Luftmine beschrieben – die fachliche Klassifikation obliegt dem Kampfmittelbeseitigungsdienst.
Die Entschärfung fand am Sonntag, 17. Mai 2026, statt – mit einer vorgelagerten großflächigen Evakuierung im Umkreis von etwa 1,5 Kilometern. Fachlich handelt es sich nach Angaben des Kampfmittelbeseitigungsdienstes um eine britische Luftmine HC 4000 („Blockbuster“), abgeworfen von der Royal Navy im Zweiten Weltkrieg.
Einordnung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst
Mathias Peterle vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg beschrieb den Fund in einem Interview mit SWR Aktuell (15. Mai 2026) als ungewöhnlich: Es handele sich um eine britische HC-4000 mit rund 1,3 Tonnen Sprengstoff (Gesamtgewicht etwa 1,8 Tonnen). Solche schweren Luftminen seien seltener als die „Standardgrößen“ von fünf oder zehn Zentnern; ein vergleichbarer Fund in der Region liege zuletzt etwa 2009 zurück.
Die Royal Air Force warf bis Kriegsende nach Peterles Angaben rund 68.000 Bomben dieses Typs ab. In der britischen Luftwaffe wurden sie umgangssprachlich „Cookie“ (Keks) oder „Blockbuster“ (Wohnblockknacker) genannt – Bezeichnungen, die die enorme Sprengwirkung auf große Gebäudekomplexe verdeutlichen.
Für die Entschärfer sei die Größe nicht automatisch schwieriger als bei kleineren Bomben: Die Zündsysteme ähneln denen anderer Abwurfmunition. Ungewöhnlich sei hier, dass drei Kopfzünder bearbeitet werden müssten – bei vielen üblichen Sprengbomben gibt es typischerweise Kopf- und/oder Heckzünder, nicht drei an der Spitze. Entscheidend bleibe, die Zünder fachgerecht zu entschärfen oder die Buchsen auszubauen; die Zünder selbst seien dem Team vertraut.
Für Polizei und Stadt steigt der Aufwand eher durch die hohe Sprengkraft und den großen Evakuierungsradius von 1,5 Kilometern. Richtung eines Klinikums werden zusätzlich bauliche Schutzmaßnahmen mit Erde gefüllten Containern errichtet, um im Notfall Druckwellen abzufangen.
Peterle geht davon aus, dass eine Sprengung vor Ort nahezu ausscheidet – bei diesem Typ gebe es Alternativen, falls einzelne Zünder nicht entfernt werden können. Unter günstigen Bedingungen könnten die Arbeiten am Fundort etwa 30 bis 45 Minuten dauern. Für viele im Team sei es dennoch das erste Mal mit einer so schweren Bombe; die eingesetzten Zündertechniken seien aber Routine.
Bericht vom Entschärfungstag (17. Mai 2026)
Am Sonntagnachmittag ist in der Pforzheimer Oststadt ein rund 1,8 Tonnen schwerer Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Die Räumung des Sperrgebiets betraf nach Medienberichten etwa 27.000 bis 30.000 Menschen – damit zählt der Einsatz zu den größten Evakuierungen der vergangenen Jahre in Deutschland. Die folgende Darstellung fasst den Verlauf des Tages in eigenen Worten zusammen; Zahlen und Abläufe stammen aus der Berichterstattung der ARD-Regionalredaktion (siehe Quellen).
Gelingende Entschärfung am Nachmittag
Kurz nach 15 Uhr bestätigte die Feuerwehr Pforzheim, dass die Entschärfer alle drei Zünder der schweren Luftmine unschädlich gemacht hatten. Laut Stadtsprecher dauerte die Arbeit am Blindgänger nur rund 15 Minuten und verlief ohne Zwischenfälle. Anschließend durften die Anwohnerinnen und Anwohner wieder in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.
Noch am Nachmittag wurde die entschärfte Bombe auf einen Anhänger verladen und zum Abtransport vorbereitet. Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) und Bürgermeister Tobias Volle dankten im Anschluss den Einsatzkräften, Helferinnen und Helfern sowie der Bevölkerung, die die Maßnahmen mit Verständnis mitgetragen und den Anweisungen gefolgt seien. Boch betonte, der Tag habe gezeigt, wie professionell und abgestimmt alle Beteiligten zusammengearbeitet hätten.
Unser ausdrücklicher Dank gilt den Einsatzkräften, den vielen Helferinnen und Helfern sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die die notwendigen Maßnahmen mit Verständnis unterstützt und den Anweisungen Folge geleistet haben.
Ablauf der Evakuierung
Bereits ab 8 Uhr waren rund 200 Polizistinnen und Polizisten im Evakuierungsgebiet unterwegs und prüften, ob noch Personen im Sperrbezirk verblieben waren. Polizeidrohnen hatten das Areal zuvor aus der Luft überwacht. Gegen 14:30 Uhr galt das Gebiet nach Polizeiangaben als vollständig geräumt.
Verzögerungen entstanden vor allem bei der Räumung von Pflege- und Altenheimen. Einzelne Bewohner weigerten sich kurzzeitig, ihre Wohnungen zu verlassen; die Polizei erteilte insgesamt sieben Platzverweise. Größere Störungen oder Gewalt blieben aus. Der Messplatz diente als Sammel- und Einsatzpunkt für etwa 1.500 Einsatzkräfte aus Pforzheim, dem Enzkreis und weiteren Regionen – für die Öffentlichkeit war er gesperrt.
Außerhalb der Sperrzone nutzten viele Betroffene den sonnigen Tag am Enzufer. Unter der Knallhardtbrücke spielte Kevin Tietze ein kleines DJ-Set und lud Evakuierte zum Tanzen ein – ein ungewöhnlicher Moment der Entspannung mitten im Ausnahmezustand.
Ich konnte heute morgen nicht ausschlafen. Das war schlecht. Jetzt sitze ich am Enzufer und als ich hierher kam, waren sogar noch die Enten am Schlafen.
Besonders betroffen war der Pflegestift Pforzheim: Die Einrichtung war vorbereitet; 72 Bewohnerinnen und Bewohner wurden am Morgen in ein Ausweichquartier nach Birkenfeld gebracht. Auch das Abschiebegefängnis lag im Sperrgebiet – Gefängnisbusse anderer Justizvollzugsanstalten holten die Inhaftierten am Morgen ab.
Notunterkünfte und Hilfe aus der Region
Am Sonntagmittag gingen nach Stadtbilanz rund 900 Menschen in vier Notunterkünften unter. Die Jahnhalle mit etwa 400 Plätzen war bereits kurz nach 8 Uhr voll; drei weitere Hallen standen bereit, darunter die Ludwig-Erhard-Halle (geöffnet seit 7 Uhr). Dort kümmerten sich unter anderem Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes um die Betroffenen.
Die Evakuierung wurde bundesweit unterstützt: Aus Karlsruhe fuhren am frühen Morgen Hilfskräfte an – laut Feuerwehr Karlsruhe 21 Fahrzeuge mit 66 Einsatzkräften von DRK, Malteser, Johanniter und Arbeiter-Samariter-Bund. Sie übernahmen vor allem Transport, Betreuung und logistische Aufgaben im Evakuierungsverbund.
Fachlich bestätigte Mathias Peterle vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg den Bombentyp HC 4000: eine von der britischen Royal Navy abgeworfene Luftmine, umgangssprachlich „Blockbuster“ genannt, mit rund 1,8 Tonnen Gesamtgewicht und etwa 1,35 Tonnen Sprengkraft. Besonders aufwendig war die Entschärfung wegen der drei Kopfzünder – ein Merkmal, das Peterle bereits vor dem Einsatz als ungewöhnlich, die Zünder selbst aber als für den Dienst bekannt beschrieben hatte (siehe auch Abschnitt Kampfmittelbeseitigung).
Wichtige Fakten zur Lage (Vorbereitung)
Die folgenden Angaben dokumentieren die Planung und Kommunikation der Stadt vor und am Morgen des Entschärfungstags; der Einsatzverlauf steht im Abschnitt Bericht vom Entschärfungstag.
Gefahrenlage und Entschärfung
Bis zur Entschärfung galt: Für die Bevölkerung besteht keine akute Gefahr, solange der Sicherheitsbereich eingehalten wird. Der Fundort wurde durch Feuerwehr, Polizei und Kampfmittelbeseitigungsdienst gesichert und überwacht.
Die Entschärfung war für Sonntag, 17. Mai 2026, ab 8:00 Uhr angesetzt und wurde am Nachmittag erfolgreich abgeschlossen (siehe Bericht).
Evakuierung und Sicherheitsradius
Betroffen sind nach Stadtangaben rund 27.000 bis 30.000 Menschen in Teilen der Oststadt, der Nordstadt sowie Teilen der Innenstadt. Alle Personen im Evakuierungsbereich müssen ihre Wohnungen und Häuser bis spätestens 8:00 Uhr am Sonntag verlassen haben.
Der Sicherheitsbereich umfasst einen Radius von etwa 1,5 Kilometern rund um den Fundort an der Ecke Dammstraße/Stückelhäldenstraße. Maßgeblich ist der rote Bereich auf der Evakuierungskarte der Stadt (siehe Quellen). In Warn-Apps wie NINA kann ein weiterer Informationsradius angezeigt werden – evakuiert werden muss nur innerhalb des roten Kreises.
Karten, Adressliste und Rechtliches
Wer sich im roten Bereich befindet, die eigene Adresse aber nicht auf der Adressliste findet, muss dennoch das Gebiet verlassen. Im Zweifel: Bürgertelefon 07231 39-1000.
Eine Liste betroffener Adressen und eine zoombare Evakuierungskarte stellt die Stadt als PDF zum Download bereit (siehe Quellen). Die Evakuierung ist rechtlich verbindlich; die Polizei kann zur Durchsetzung auch Zwangsmittel einsetzen (siehe rechtlicher Hinweis und Allgemeinverfügung vom 15. Mai 2026 ).
Bürgerinformationen
Die folgenden Hinweise galten für die Vorbereitung und den Evakuierungstag; nach erfolgreicher Entschärfung sind sie vor allem als Dokumentation des Ablaufs relevant.
Aktueller Stand
Die Bombenentschärfung am 17. Mai 2026 ist erfolgreich abgeschlossen. Die Evakuierung wurde aufgehoben; Anwohnerinnen und Anwohner konnten am Nachmittag in ihre Wohnungen zurückkehren. Hintergrund und Verlauf des Tages stehen im Abschnitt Bericht vom Entschärfungstag . Verbindliche Nachmeldungen veröffentlicht die Stadt Pforzheim weiterhin auf ihrer Website.
Bürgertelefon
Bürgertelefon der Stadt Pforzheim: 07231 39-1000
Erreichbarkeit der Hotline (nicht zu verwechseln mit dem geplanten Entschärfungstermin am Sonntag):
- Freitag, 15. Mai: 12:00–22:00 Uhr
- Samstag, 16. Mai: 8:00–22:00 Uhr
- Sonntag, 17. Mai: 8:00–22:00 Uhr
Pflegebedürftige, die ihre Wohnung nicht selbstständig verlassen können, wenden sich ebenfalls an das Bürgertelefon – von dort werden Transporte organisiert. Pflege- und ähnliche Einrichtungen werden laut Stadt zudem direkt von der Feuerwehr informiert.
Notunterkunft
Für alle, die von der Evakuierung betroffen sind und keine private Unterkunft haben, stellt die Stadt am Sonntag ab 7:00 Uhr die Jahnhalle bereit:
Jahnhalle, Zerrennerstraße 43, 75172 Pforzheim
Weitere Hallen werden bei Bedarf nachgeschaltet – insbesondere die Ludwig-Erhard-Halle, wenn die Jahnhalle ausgelastet ist. Die Notunterkunft steht ausschließlich Bewohnerinnen und Bewohnern des evakuierten Bereichs zur Verfügung. Haustiere dürfen nicht in die Notunterkunft mitgebracht werden.
Wer keine eigene Unterkunft hat, kann am Evakuierungstag mit Shuttle-Bussen zu den Notunterkünften fahren (siehe nächster Abschnitt).
Shuttle-Busse zu den Notunterkünften
Für Betroffene ohne private Unterkunft setzt die Stadt am Evakuierungstag Sonderfahrten ein. Ziel ist in der Regel die Jahnhalle; ist dort kein Platz mehr, fahren die Busse bei Bedarf weiter zur Ludwig-Erhard-Halle.
Wichtig: An den Haltestellen entlang der Route gibt es keine festen Abfahrtszeiten. Maßgeblich ist jeweils nur die Startzeit an der ersten Haltestelle der Fahrt. Wer einsteigen möchte, sollte sich frühzeitig an der Route orientieren und bei Unsicherheit das Bürgertelefon nutzen.
Linie 1 – regulärer Linienverlauf
Start 7:01 Uhr ab Gartenstadt – Zielrichtung Jahnhalle (über Leopoldplatz zu Fuß), danach regulär weiter Richtung Arlinger.
Kühler Grund, Grüner Baum, Eutingen Rathaus, Rösslestaffel, Friedrichshof, Eutingen West, Eutinger Talweg, Enzauenpark, Zeppelinstraße, Lindenstraße, Ostendstraße, Parkstraße, Schillerstraße, Marktplatz, Waisenhausplatz, Leopoldplatz.
Linie 2 – regulärer Linienverlauf
Start 7:21 Uhr ab Unterer Wingertweg – über Haltestelle Turnplatz (Jahnhalle), regulär weiter bis Theodor-Heuss-Straße.
Kepler-Gymnasium, Schillstraße, Yorckstraße, Nordstadtschule, Christophallee, Hauptbahnhof/ZOB, Bahnhofstraße.
Linie 2 – verkürzt zur Notunterkunft
Start 7:20 Uhr ab Unterer Wingertweg – Endet an der Jahnhalle bzw. bei Bedarf an der Ludwig-Erhard-Halle.
Kepler-Gymnasium, Schillstraße, Yorckstraße, Nordstadtschule, Christophallee, Hauptbahnhof/ZOB, Bahnhofstraße, Turnplatz (Jahnhalle).
Linie 6 – regulärer Linienverlauf
Start 6:59 Uhr ab Gleiwitzer Straße – normaler Fahrweg der Linie 6.
Linie 6 – verkürzt zur Notunterkunft
Start 7:29 Uhr ab Gleiwitzer Straße – alle weiteren Haltestellen der regulären Route entfallen; Ziel Jahnhalle, bei Bedarf Ludwig-Erhard-Halle.
Elbinger Straße, Leipziger Straße, Landsberger Straße, Danziger Straße, Stettiner Straße, Breslauer Straße, Haidachturm, Tiergartenstraße, Eichenweg, Erlenweg, Wurmberger Straße.
Sonderfahrt Pforzheim-Nord (Verlauf Linie 5)
Start 7:20 Uhr ab Hängsteig.
Postzentrum, Hinter der Warte, Bauschlotter Straße, Wartberg, Kurfürstenstaffel, Friedrich-Ebert-Straße, Zähringer Allee, Pfälzer Straße, Christophallee, Hauptbahnhof/ZOB.
Sonderfahrt Enzauenpark
Start 7:20 Uhr ab Enzauenpark.
Zeppelinstraße, Lindenstraße, Ostendstraße, Parkstraße, Schillerstraße, Marktplatz, Waisenhausplatz.
Was sollten Betroffene vorbereiten?
Die Stadt empfiehlt unter anderem:
- Ausweis und wichtige Dokumente mitnehmen
- Medikamente einpacken
- Fenster und Türen schließen
- Den Anweisungen von Feuerwehr und Polizei folgen
Haustiere: Tiere, die über mehrere Stunden versorgt werden müssen, sollten mitgenommen werden. Können sie zuhause versorgt werden, können sie in der Wohnung bleiben.
Rechtlicher Hinweis
Die Aufforderung zum Verlassen der Wohnung oder des Hauses ist für Betroffene rechtlich verbindlich – auch wer das Risiko auf eigene Verantwortung tragen möchte, muss das Gebiet räumen. Die Polizei kann zur Durchsetzung ihrer Räumungsaufforderung Zwangsmittel anwenden. Beachten Sie die Allgemeinverfügung der Stadt Pforzheim vom 15. Mai 2026 .
Hinweis der Stadt
Vor dem Einsatz hatte Oberbürgermeister Peter Boch in einer Pressemitteilung zur ernsten Mitwirkung bei der Evakuierung aufgerufen. Nach der erfolgreichen Entschärfung dankte er den Einsatzkräften und der Bevölkerung (siehe Bericht vom Entschärfungstag).
Weitere Auswirkungen
Verkehr
- Der Bahnverkehr Richtung Karlsruhe und Stuttgart wird eingeschränkt; der ÖPNV fährt teilweise gar nicht oder nur eingeschränkt.
- Die Autobahn bei Pforzheim ist nicht betroffen und kann befahren werden.
Helios-Klinikum
Das Krankenhaus liegt außerhalb des Evakuierungsbereichs und wird nicht evakuiert. Es kann jedoch nur begrenzt angefahren werden. Bei Krankenhäusern wird stets abgewogen, ob das Risiko einer Verlegung – insbesondere bei Intensivpatienten und Frühchen – das Risiko eines Verbleibs übersteigt.
Als baulicher Schutz werden große, mit Erde gefüllte Abrollcontainer errichtet. Im Ernstfall könnte damit die Druckwelle in eine andere Richtung gelenkt werden – möglichst weg vom Klinikum.
Polizei
Die Erreichbarkeit der Polizei bleibt gewährleistet. Da das Dienstgebäude in der Ostendstraße im Evakuierungsradius liegt, verlegt der Kriminaldauerdienst ab Sonntagmorgen in das Gebäude des Polizeireviers Pforzheim Süd; die Rufnummer 07231 1864444 wird umgeleitet und bleibt erreichbar.
Die Beamten des Polizeireviers Pforzheim Nord verrichten ab 5:00 Uhr ihren Dienst bei der Verkehrspolizeiinspektion, Kaiser-Friedrich-Straße 154. Die Rufnummer 07231 1863211 wird ebenfalls umgeleitet.
Schließungen und Veranstaltungen
- Das Wartbergfreibad bleibt geschlossen.
- Der Hauptfriedhof bleibt geschlossen.
- Einzelne Veranstaltungen (u. a. im Stadttheater) wurden bereits abgesagt oder verschoben.
Aktuelle Informationen
Hinweise erscheinen auf der Website der Stadt Pforzheim, in lokalen Medien, auf Social-Media-Kanälen von Stadt, Feuerwehr und Polizei sowie in Warn-Apps wie NINA. Für die Frage, ob Sie evakuieren müssen, gilt stets der rote Kreis auf der offiziellen Evakuierungskarte – nicht der oft weiter gefasste Informationsradius in NINA.
Quellen
Stadt Pforzheim
- PDF: Allgemeinverfügung zur Evakuierung (15.05.2026)
- Pressemitteilung der Stadt Pforzheim zum Bombenfund (13.05.2026)
- FAQ: Bombenfund – häufig gestellte Fragen
- PDF: Evakuierungskarte (Radius)
- PDF: Liste der von der Evakuierung betroffenen Adressen